Ein Tag bei uns in Steinhude und auf dem Wasser

Treffen bei uns im Haus am Samstag, 6. Juli um 12.00 Uhr. Ab 13.00 Uhr einchecken in der Pension Kehrwieder bei Lutz Neuzmann. Ab 14.00 Uhr an Bord  der "DYONISOS" zum Segeln auf dem Steinhuder Meer. Je nach Wetterlage wird der weitere Ablauf entschieden...

Mit "Käpt'n Tommy" und seinem Auswanderer übers Meer

"An Bord" 14.00 bis 14.30 h. - Die "Auswanderer" vom Steinhuder Meer sind die einzigen offenen Segelboote in ganz Mitteleuropa, die zum kommerziellen Personentransport eingesetzt werden. Sie haben eine Länge von 8 bis 10 m, eine Breite von 2,5 bis 3 m und eine Segelfläche von 42 m².


Auf Grund ihrer guten Segeleigenschaften kippen sie selbst mit schunkelnden Fahrgästen, voll beladen, nicht um. Den Namen " Auswanderer" erhielten diese Boote von den Fahrgästen Anfang dieses Jahrhunderts. Bei ihren Fahrten zum Nordufer wurden sie nämlich von Schaumburg-Lippe ins Hannoversche übergesetzt. Heute gibt es 38 "Auswanderer" auf dem Steinhuder Meer. Sie sind zwar alle als Rund- und Knickspant gebaut, aber keines gleicht dem anderen.

Eine Fahrt mit einem Auswanderer über das Steinhuder Meer ist wohl der Höhepunkt eines jeden Steinhude-Aufenthalts. Jede der 6 - 9 Meter langen Jollen wird von einem erfahrenen Kapitän, von denen sich über 40 im Berufssegler-Verein zusammengeschlossen haben, geführt und kann zwischen 20 und 30 Personen befördern. Das von "Käpt'n Tommy" ist eines der größten. Bei gutem Wetter und günstigem Wind wird gerne gesegelt, ansonsten sorgt ein kleiner Motor dafür, dass wir nicht mehr - wie noch vor einigen Jahrzehnten - rudern müssen.

Unser nächstes Ziel ist das Ostenmeer 

Und weiter geht es Richtung Mardorf 

Wir besuchen die Insel Wilhelmstein auch zum Kaffetrinken

Der Wilhelmstein ist eine 1,25 ha große, künstliche Insel im Steinhuder Meer, die im 18. Jahrhundert aus militärischen Gründen als Landesfestung der Grafschaft Schaumburg-Lippe geschaffen wurde. Auf ihr befindet sich seither die Festung Wilhelmstein, die noch heute dem Hause Schaumburg-Lippe gehört. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel. 


Graf Wilhelm von Schaumburg ließ die Insel mit der Festung zwischen 1761 und 1767 errichten. Die Inselfestung, im typischen sternförmigen Bastionärsystem der damaligen Zeit errichtet, galt trotz ihrer geringen Ausdehnung als Mittelpunkt des Kleinstaates Schaumburg-Lippe und diente seiner Verteidigung. Graf Wilhelm wollte die kleine Grafschaft mit zu dieser Zeit nur 17.000 Untertanen gegen mögliche Annexionsbestrebungen anderer Mächte schützen. 


Die Insel Wilhelmstein ist im Besitz der Adelsfamilie Schaumburg-Lippe. Sie wird heute von einem Inselvogt der fürstlichen Hofkammer in Bückeburg verwaltet. Damit verbunden ist das Zufahrtsrecht mit einem Motorboot zur Insel auf dem ansonsten motorbootfreien See. Ursprünglich gehörte auch das Steinhuder Meer zum Fürstentum Schaumburg-Lippe. Der Fürst trat es jedoch nach der Novemberrevolution von 1918/19 zur Hälfte an den Staat ab, um einer Enteignung vorzubeugen. Mit der Gebietsreform von 1974 wurde die restliche Hälfte des Steinhuder Meeres vom Fürsten zum Preis von 5 Millionen DM an den Landkreis Hannover verkauft.

Zurück nach Steinhude - "Von Bord" 17.30 bis 18.00 h.

Und der Abend gehört uns...Musik und gute Laune im "Seemannsgarn"